Installation

Hommage de Lydia Jacob aux jardins familiaux

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    Schrebergartensiedlung Strassburg-ROBERTSAU

    Rue de la Fourmi

    Das Werk L’Hommage de Lydia Jacob aux jardins familiaux („Die Hommage der Lydia Jacobs an die Schrebergärten“) hat die Form eines mannshohen, bronzenen Schrebergartenhäuschens und spielt mit den Bildern einer kollektiven Vorstellungswelt, die einer gewissen Nostalgie nicht entbehren. Raymond E. Waydelich geht sogar so weit, seine Installation einer berühmten Unbekannten zu widmen: der Straßburger Näherin Lydia Jacob, die im frühen 20. Jahrhundert in Straßburg lebte und deren Tagebuch er zufällig auf einem Speicher gefunden hatte.

    Raymond Waydelich bezeichnet seine Arbeit gerne als „prospektive Archäologie“ oder „Archäologie der Zukunft“ und betont damit ihren starken Bezug zum Zeitverlauf. Mit ihrem bekennend nostalgischen Zug beschwören seine Werke eine vergangene Ära hinauf und versuchen gleichzeitig, unsere Gegenwart in eine mögliche Zukunft hineinzuprojizieren.

    „Um diese zeitliche Distanznahme drehte sich auch die ‚Performance‘, bei der anlässlich der Enthüllung des Kunstwerks mehrere Fässer mit Gegenständen aus unserer Zeit – Samen, Pflänzlingen und Botschaften – unter dem Häuschen vergraben wurden, in dem selbst auch Gartenwerkzeuge untergebracht sind, um später einmal von den Archäologen und Botanikern der nächsten Jahrhunderte entdeckt zu werden. So verleiht Raymond E. Waydelichs „prospektive Archäologie“ selbst dem bescheidensten Alltag ein Zukunftspotenzial und vereint in ihrem überraschenden Bezug zum Zeitverlauf ein seltenes Mal Kunstliebhaber und Schrebergärtner.“

    Paul Guérin

    1999
    Gartenhäuschen aus Bronze

    300 cm hoch / 195 cm lang / 145 breit
    Bank 143 / 32 cm, Tisch 133 / 57 / 73 cm